• Sie befinden sich hier:
  • Selbsthilfe Braunschweig
  • Laktose- und Nahrungsmittel-Unverträglichkeiten Braunschweig und der Region

Laktose- und Nahrungsmittel-Unverträglichkeiten Braunschweig und der Region

Info:
"Unsere Selbsthilfe als Teil des Alltags"
Die Selbsthilfe bei Laktose- und Nahrungsmittel-Unverträglichkeiten ist bei uns als Betroffene und Angehörige zum Teil des Alltags geworden und hat mit der Zeit vieles erleichtert und verbessert. Denn in unseren Treffen seit dem 30.11.2003 sprechen wir über unsere Erfahrungen wie Schmerzen, peinliche Unpässlichkeiten und die Hilfesuche bei Ärzten, Heilpraktikern, Apothekern und Ernährungsberatern. Dazu gehören auch die Schwierigkeiten z.B. beim laktosefreien Einkauf, um die Ernährung umzustellen oder auswärts laktosefrei zu essen und zu trinken (Restaurants, Verwandte und Freunde), um einer zunehmenden Ausgrenzungstendenz widerstehen zu können.
Da sich für die meisten von uns der Verdacht, auch unter weiteren Nahrungsmittel-Unverträglichkeiten zu leiden, bestätigt hat, erweiterten wir unseren Erfahrungsaustausch auch über Stoffe und daraus hergestellten Erzeugnissen von Histamin, Fruktose (Fruchtzucker), Sorbit (Zuckeraustauschstoff) und den Nahrungsmittelhauptallergenen: Eier, Erdnüsse, Fisch, glutenhaltiges Getreide, Krebstiere, Lupine, Milch, Schalenfrüchte, Schwefeldioxid und Sulfite, Sellerie, Senf, Sesam, Soja und Weichtiere.
Die Reaktionen auf die Hauptallergene können sich steigern bis zum anaphylaktischen Schock und können lebensbedrohend werden.
Wir mussten bei der LaktoseIntoleranz (LI) erst einmal verstehen, welche vielseitige Verbreitung Laktose (Milchzucker) in unseren Lebensmitteln und Medikamenten gefunden hat. Sie führt dazu, dass bei uneingeschränkter Essweise die mittel- und nordeuropäische Bevölkerung täglich ca. 30 bis 50 Gramm (eine halbe Kaffeetasse) Laktose zu sich nimmt. Fataler Weise ist es nicht zu sehen, zu riechen, zu schmecken oder vor dem Verzehr zu fühlen, ob ein Lebensmittel Laktose enthält. Je nach Konstitution und gleichzeitig verspeisten Lebensmitteln treten bei einem "Laktoseunfall" die Symptome Bauchkrämpfe, Übelkeit, Erbrechen (häufig bei Kindern), Blähungen, Schwindel, Unkonzentriertheit, Durchfall und Verstopfungen überraschend in einem Zeitraum von wenigen Minuten bis zu 48 Stunden nach dem Verzehr auf. Diese eigentümliche Symptomatik ist oft ein Grund für enttäuschende Arztbesuche.
Zur medizinischen Diagnostik der LI stehen inzwischen mehrere Verfahren zur Verfügung: Noch wenig bekannt ist der Gentest, zudem nur eine Mundschleimhautabstrichprobe ins Labor eingeschickt werden muss. Er ist der nebenwirkungsärmste und schnellste Test und daher für Untersuchungen an Kindern und mehrfach oder vorbelasteten Jugendlichen und Erwachsenen geeignet. Die z.Zt. überwiegend verwendeten Belastungstests mit über 2 bis 4 Stunden gemessenen Blutzuckerwerten und/oder Werten des Wasserstoffgehalts in der Ausatemluft ergeben bei bis zu ca. 20% der Patienten aufgrund einer veränderten Darmflora falsche Ergebnisse und sind für die Betroffenen durch die besonders stark auftretenden Symptome über mehrere Stunden sehr belastend und haben auch schon Betroffene traumatisiert. Nach diesem Test benötigen die Betroffenen zwei Tage zum Abklingen der Symptome und sollten besser über die Zusammenhänge aufgeklärt werden können.
Und wenn nun eine LI festgestellt ist, kommt auf die Betroffenen und deren Angehörige die Schwierigkeit zu, laktosefreie Lebensmittel zu finden. Beim Lesen der oft sehr klein gedruckten Deklarationen (nehmen Sie ruhig eine Lupe zur Hilfe) auf den Lebensmitteln ist sehr häufig zu erkennen, dass es sich um Produkte handelt, die Laktose oder laktosehaltige Zutaten enthalten. Es stellt sich die sehr mühselige Aufgabe, nachzufragen, nachzuforschen und zu recherchieren, welche Lebensmittel laktosefrei sind. In unserer Selbsthilfegruppe helfen wir uns gegenseitig  außer durch den persönlichen Erfahrungsaustausch  auch über das Internet. Wir nutzen dazu z.B. die Foren der deutschsprachigen Seite www.libase.de mit inzwischen mehr als 12000 Mitgliedern und ca. fünfmal so vielen Gästen und informieren uns weltweit über Fachgrenzen hinausgehend über neue Erkenntnisse zur LI.
All diese Arbeiten möchten wir mit Ihnen teilen, aber nur in dem Maß, wie jeder für sich und andere möchte und kann. Daher würden wir auch Sie gern "Herzlich Willkommen" heißen in der Selbsthilfegruppe "Laktose und Nahrungsmittel-Unverträglichkeiten Braunschweig und der Region".

Liste der Links zu Foren und Hintergrundinformationen zur Laktose-Intoleranz und Nahrungsmittel-Unverträglichkeiten:

Kontakt:
Laktose- und Nahrungsmittel-Unverträglichkeiten Braunschweig und der Region

Ansprechpartner
Information und Anmeldung: Karsten Schmidt
Telefon: 05 31 - 57 75 14
E-Mail:

Treffen:
Wir treffen uns monatlich am Donnerstag oder Sonntag (außer im Dezember und dem Sommerferienmonat) in der "Brunsviga", Karlstr.35, 38106 Braunschweig.

KIBiS - Kontakt, Information und Beratung im Selbsthilfebereich verwendet Cookies, um Ihnen den bestmöglichen Service zu gewährleisten. Wenn Sie die Seite weiternutzen stimmen Sie der Cookie-Nutzung zu. Weiterlesen …