Über Selbsthilfegruppen

1. Was ist eine Selbsthilfegruppe?

Selbsthilfegruppen sind Zusammenschlüsse von Menschen, die von der gleichen

  • chronischen Erkrankung
  • Behinderung
  • Suchterkrankung
  • psychischen Problematik oder Erkrankung
  • Thematik im Bereich Frauen, Männer und Familie
  • sozialen Situation

betroffen sind. Als selbst Betroffener oder Angehöriger haben Sie die Möglichkeit, sich in einer Selbsthilfegruppe mit anderen auszutauschen. In Selbsthilfegruppen arbeiten Sie ohne ständige Anleitung durch professionelle Helfer, d.h. in eigener Verantwortung.

Rund um das gemeinsame Thema der Selbsthilfegruppe können Sie:

  • sich gegenseitig unterstützen
  • Erfahrungen austauschen
  • das Thema in der Öffentlichkeit bekannt machen
  • aktuelle Informationen austauschen
  • neue wissenschaftliche Erkenntnisse besprechen
  • und weitere soziale Kontakte aufbauen.

Selbsthilfegruppen sind unterschiedlich organisiert: Es gibt lockere Zusammenschlüsse, es gibt unter ihnen Vereine, teilweise sind sie überregionale Vereinigungen.

Ähnlich unterschiedlich können die Treffen von Selbsthilfegruppen sein. So gibt es bei vielen lockere Gesprächsrunden zum Erfahrungsaustausch, manche haben für ihre Treffen feste Tagesordnungen.

Letztlich entscheiden die Teilnehmenden der jeweiligen Selbsthilfegruppe über ihre Art, miteinander den Austausch und die Arbeit zu organisieren. Die KIBIS steht Ihnen bei Fragen oder Schwierigkeiten gern zur Seite.

2. Welche Themen können in einer Selbsthilfegruppe behandelt werden?

Die Themen und Probleme, die den Ausgangspunkt von Selbsthilfegruppen bilden, entspringen den Bereichen Gesundheit und Soziales. Beispiele sind:

  • Chronische Erkrankungen
    z.B. Allergien, Diabetes, Herz- und Gefäßerkrankungen, Immunerkrankungen, Krebs, Neurologische Erkrankungen, Osteoporose, Rheuma
  • Behinderungen
    z.B. Körper- und Mehrfachbehinderungen, geistige Behinderungen, Sinnesschädigungen
  • Psychische Probleme
    z.B. Ängste und Depressionen, Borderline, Tod und Trauer
  • Sucht
    z.B. Alkohol, Medikamente, Drogen, Angehörige, Ess-Störungen
  • Frauen, Männer, Eltern, Kinder
    z.B. Alleinerziehende, Trennung, Missbrauch
  • Besondere soziale Situationen
    z.B. Alter, Arbeitslosigkeit und Armut

3. Kostet die Teilnahme an einer Selbsthilfegruppe etwas?

Bei der Teilnahme an den Gruppentreffen können geringfügige Kosten entstehen. Diese resultieren vor allem daraus, das Selbsthilfegruppen für den Raum, den sie für ihre Treffen gefunden haben, eine kleine Miete zahlen müssen. Ob etwas bezahlt werden muss oder wie viel, ist von Gruppe zu Gruppe unterschiedlich.

Die Beratung durch die KIBIS ist immer kostenlos.

4. Bleiben die Informationen, die ich von mir preisgebe, unter uns?

Es ist Grundsatz der Selbsthilfe, dass die Teilnehmenden alles, was sie über die anderen Gruppenmitglieder erfahren, für sich behalten. Alles, was in der Gruppe besprochen wird, bleibt in der Gruppe.

Auch die KIBIS arbeitet vertraulich; die Mitarbeiter/innen unterliegen der Schweigepflicht.

 
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